Das Stück

In einem geklauten Lada ist eh’ nichts mehr peinlich
TSCHICK
nach dem gleichnamigen Roman von Wolfgang Herrndorf
ab 12 Jahre
Regie: Katja Büchmann
Ausstattung: Laurentiu Tuturuga
Musik: Stefan Leibold


Mutter in der Entzugsklinik, Vater mit Assistentin auf Geschäftsreise:
Maik Klingenberg wird die großen Ferien allein am Pool der elterlichen
Villa verbringen.

Doch dann kreuzt Tschick auf. Tschick, eigentlich Andrej Tschichatschow,
kommt aus einem der Asi-Hochhäuser in Hellersdorf, hat es von der Förder-
schule irgendwie bis aufs Gymnasium geschafft und wirkt doch nicht gerade
wie das Musterbeispiel der Integration. Außerdem hat er einen geklauten Wagen zur Hand.

Und damit beginnt eine Reise ohne Karte und Kompass durch die sommerglühende deutsche Provinz, unvergesslich wie die Flussfahrt von
Tom Sawyer und Huck Finn.

Tschick ist die Geschichte einer sommerlichen Deutschlandreise durch ein vertrautes, fremdes Land. Durch Orte mitten im Nirgendwo, bizarre Krater-landschaften und fehlplatzierte Gebirgs­züge, bevölkert von seltsamen, aber häufig entwaffnend freundlichen Menschen. Eine Reise, getränkt mit dem
Gefühl von Freiheit und Abenteuer und gleichzeitig voller Wehmut, weil sie nicht ewig dauern kann.

Erst 2010 erschienen entwickelt sich das Buch schon zum Klassiker und zur Schullektüre. Zu Recht, der Spiegel schrieb: „Ein Buch von der Sorte, das beglückte Leser an ihre Freunde und Bekannten so innig weiterempfehlen, als gelte es, ein Geheimnis zu bewahren.” Die Frankfurter Allgemeine Sonntags-zeitung urteilte: „Eine Geschichte, die man gar nicht oft genug erzählen kann, lesen will ... existentiell, tröstlich, groß.”

Wolfgang Herrndorf, 1965 in Hamburg geboren, hat Malerei studiert und unter anderem für die „Titanic” gezeichnet. 2002 erschien sein Debütroman „In Plüschgewittern”, 2007 der Erzählband „Diesseits des Van-Allen-Gürtels” und 2010 der Roman „Tschick”, der zum Überraschungserfolg des Jahres avancierte. Wolfgang Herrndorf wurde u.a. mit dem Deutschen Erzählerpreis (2008), dem Brentano-Preis (2011), dem Deutschen Jugendliteraturpreis (2011), dem Hans-Fallada-Preis und dem Leipziger Buchpreis (2012) ausgezeichnet. Wolfgang Herrndorf starb am 26. August 2013.

Aufführungsrechte: Rowohlt Theater Verlag, Reinbek

Premiere: Samstag, 6. September 2014, 17.00 Uhr
Aula Berufskolleg Elberfeld, Bundesallee 222

Wiederaufnahme!

Wir nehmen das Stück noch einmal ins Programm. Und zwar am 14. April, 17. April und 18. April 2015, jeweils um 18.00 Uhr im Theater im Berufskolleg, Bundesallee 222.