Westdeutsche Zeitung vom 19.3.2007

Tierisches für kleine Zuschauer

Kinder- und Jugendtheater „Kleine Zoogeschichten” feiern im Forum Rex umjubelte Premiere.

Von Valeska von Dolega

Wuppertal trumpft mit der „Kleinen Zoogeschichte” auf. Diese tierischen Episoden des Kinder- und Jugendtheaters für Leute ab vier Jahren feierten jetzt im Rex Premiere. Das Besondere: die „Zoogeschichte”, von Laurentiu Tuturuga inszeniert und ausgestattet, kommt zu den Kindern. Nicht nach Hause, aber auf Bestellung in deren Kitas, Horte und Schulen. Denn die „Zoogeschichte” ist ein mobiles Kindertheater. Im Ein-Personen-Stück wird, was Matze (charmant und mitreißend: Matthias Brandebusemeyer), Tierpflege-Azubi, allein im Zoo erlebt. Chef Horst ist mit der Schlange beim Zahnarzt und nun kümmert sich der liebenswert - trottelige Mann um Elefanten & Co. „Jetzt zeige ich Euch alle Tiere, die großen und die kleinen, die nassen und die trockenen”, jubelt er und die Kleinen jubeln zurück. Mit jeder Fütterungsaktion tapst er mehr oder weniger ungeschickt in ein neues Tiererlebnis, mal komisch, mal melancholisch, mal necken ihn die Schützlinge, und manchmal ärgern sie ihn. Mit einem über den Arm gezogenen Schlauch imitiert Brandebusemeyer einen Elefanten, eine um den Kopf geschlungene bunte Federboa macht ihn zum Papageien. Besonders schön im Reigen ist die Szene als Pinguin. Dazu nutzt Brandebusemeyer eine Badekappe und Schwimmflossen, bindet sich ein Lätzchen mit Fliege um – fertig ist der Königspinguin. Und der versucht sich graziös zu Tschaikowskys „Schwanensee” zu bewegen, und schuhplattlert witzig zu bayerischer Volksmusik. Alles zum Gefallen der Lütten, die so gespannt den ungewöhnlichen Zoogang verfolgen. Nach einer Stunde ist der Zoobesuch vorbei. Leider.