Ein tierisches Vergnügen

Die Kuh Rosmarie

von Andri Beyeler nach dem Bilderbuch „Die Kuh Rosalinde” von Frauke Nahrgang und Winfried Opgenoorth
aus dem Schweizerdeutschen von Juliane Schwerdtner
ein Stück für Kinder ab 5 Jahre

Regie: Lars Emrich & Knut Heimann
Ausstattung: Laurentiu Tuturuga

Zwei Schauspieler – 14 Rollen. Eben noch sind sie Erzähler, dann wieder Schwein oder sie mimen den Elefanten. Der Sprung von einer Rolle in die nächste funktioniert auch mitten im Satz. Spannend, abwechslungsreich und komisch geht es auf der Bühne zu, wenn die Kuh Rosmarie die Stallkollegen gehörig nervt.

Bauernhofidylle, Alpenklänge, grüne Wiesen. Alles in Butter. Gäbe es da nicht die Kuh Rosmarie. Mit ihrer Besserwisserei treibt sie alle anderen Tiere zur Verzweiflung. Da darf sich das Schwein anhören, dass es unhygienisch sei, sich im Schlamm zu wälzen, das Huhn soll fortan bitte beim Eier legen nicht mehr so laut gackern oder der Hund beim Fressen nicht mehr schmatzen. 
Und selbst der Goldfisch im Teich wird aufgefordert, beim Baden Bekleidung zu tragen. Das wird selbst dem ruhigen Bauern zu bunt und er verfrachtet Rosmarie kurzerhand in ein Flugzeug nach Afrika. Für einen Tag ist tatsächlich wieder Ruhe auf dem Hof. Bis nachts fremdartige Tiere Zuflucht auf dem Bauernhof suchen. Denn nun flüchten die Tiere aus Afrika vor den Belehrungen der Kuh Rosmarie. Den Löwen kann der Bauer noch in einem Stall unterbringen, die Giraffe ist schon ein bisschen zu lang, doch mit dem Elefanten weiß er gar nicht mehr wohin…

Andri Beyeler gehört zu den meistgespielten gegenwärtigen Kinder- und Jugendbuchautoren. Er arbeitete als Hausautor am Nationaltheater Mannheim (eine Stellung, die einst Friedrich Schiller inne hatte) sowie am Staatstheater Stuttgart. Mit Stücken wie „Die Kuh Rosmarie”, „Kick and Rush” oder „the killer in me is the killer in you my love” errang er zahlreiche Preise und Auszeichnungen.
„Die Kuh Rosmarie” wurde 2004 für den Deutschen Kindertheaterpreis nominiert. In der Begründung hieß es: „Seine Sprache (…) gewinnt (…) einen unverwechselbaren Rhythmus und anrührende Kraft. Das Stück ist ein Plädoyer für Toleranz im Umgang mit Individualisten und ihren Schwächen und Stärken.”

Premiere: 27. April 2008, 15.00 Uhr, Haus der Jugend, Geschwister-Scholl-Platz, Wuppertal-Barmen

Aufführungsrechte: Theaterstückverlag Brigitte Korn-Wimmer & Franz Wimmer, www.theaterstückverlag.de